Eine Möwe mit Sehnsucht nach Meer (Tourbericht)

Eine Möwe mit Sehnsucht nach Meer

Romanschreiber werde ich (das „ich“ kommt jetzt etwas häufiger) wohl nicht mehr. Also „Sorry“ für die vielen „ich“, die gleich im Text vorkommen. 

Hier mein Bericht zur Tour 2019: 

piep – piep – piep … 4:30 Uhr, der Wecker reißt mich aus dem Schlaf. Ich wollte zwar relativ früh schlafen gehen, aber wie das so ist, zum Ende fallen einem noch tausend Dinge ein, die man „mal eben“ erledigen muss, bevor man dann wirklich im Bett liegt. Und so wurde aus 6 Stunden Schlaf am Ende nur gut 5 Stunden. 

Doch trotz der relativ überschaubaren Zeit an Schlaf bin ich sehr schnell „hellwach“ und bereite mich auf #MeinlängsterTag vor. Ja, heute wird mein längster Tag im Sattel werden. Ich stehe auf, begebe mich ins Bad und bereite mich vor. Habe ich mir das gut überlegt? Ich höre durch das offene Fenster, wie es draußen regnet und bin eher wenig begeistert. Ich öffne die Wetter-App und sehe, es wird noch bis min. 9 Uhr weiter regnen. Ich öffne das niederländische Regenradar und sehe, wie es auch dort den Tag über eher zum Nachmittag erst besser werden soll. Was jetzt? Nun, aufgeben ist keine Option! Die Übernachtung ist bezahlt und wenn ich die Wetteraussichten für den Abend und die kommenden Tage sehe, sind die Zweifel sehr schnell verschwunden.

Ich mache mich fertig, ich packe meine Taschen … ich mache mir Kaffee, natürlich den leckeren von der Tres Hombres. Ich trinke 0,5 Liter des Kaffees und kippe die andere Hälfte in die Thermoskanne, dann ein letzter Check, habe ich an alles gedacht? Ca. 15 Kilo allein an Gepäck hängen am Rad, da sollte alles drin sein!

Wie bereitet man sich auf einen solchen Trip vor?
Nun, ich habe Erfahrung, denn im letzten Jahr habe ich den Weg bereits versucht und bin „gescheitert“, wenn man das so schreiben kann. Den Tourbericht gibt es hier im Blog. Ich musste 40 Kilometer an die Bahn abgeben, denn ich war damals einfach durch. Dieses Jahr will ich durchfahren … ich will bis ans Meer! 

Im letzten Jahr ging die Route allein durch die Niederlande. Hier sind die Radwege super und man könnte jederzeit in den Zug umsteigen. In diesem Jahr – ich habe durch den Winter gut trainiert – gab es keinen Plan B, denn die Route geht durch Belgien. Bleibe ich hier liegen, ja, dann bleibe ich hier liegen, denn am Kanal hört dich keiner schreien, geschweige denn, es gäbe eine passende Zuganbindung. Dazu am Ende mehr.

Aber der Reihe nach… 

WIE KOMMT MAN AUF 15 KILO GEPÄCK? 
Nun, das ist ganz einfach. Allein mein Fahrradschloss wiegt 3,5 Kilo. Dazu kommen 2,5 Liter allein an Wasser in Fahrradflaschen sowie 0,5 Liter Kaffee in einer kleinen Thermoskanne. Der Rest sind Regensachen in der Lenkertasche, 4 Rührei-Brötchen, 7 Bananen, 12 Müsli-Riegel, 2 Äpfel, Technik (2 Powerbanks), iPad, die Nikon Spiegelreflex, eine Fahrradjacke und was man eben so 3 Tage „on the Road allein“ so braucht. Also die beiden Fahrradtaschen waren voll und im Grunde darf auch nix fehlen, denn ich habe alles, bis auf das Handtuch, benötigt. Die Taschen sind gepackt, ich hoffe ich habe nichts vergessen? Wenn doch, ist es jetzt auch zu spät. 

Es ist 5:55 Uhr und ich stehe vor der Tür … schnell ein Foto vom Rad gemacht und dann soll es los gehen. Es regnet noch immer, also die Regensachen anziehen und dann geht es los… 

Es gehört schon ein wenig Überwindung dazu im Regen loszufahren, aber es bringt nichts, denn laut Regenradar wird es vor 9 Uhr nicht besser. Bis 9 Uhr warten ist keine Option, denn dann ist die Route (für mich) nicht mehr zu schaffen. Ich fahre langsam los und trete in meiner Ausdauergeschwindigkeit durch den Regen. Was ich nicht bedacht hatte: Die Route geht in Deutschland noch durch viele Waldgebiete und damit sieht mein Rad und meine Taschen nach einer Stunde in Bewegung aus wie Sau! 🙁 Ok, ich muss „ja nur“ irgendwie die Niederlande erreichen, dann wird alles besser. Also weiter treten, immer weiter gegen den Gegenwind, welcher mich noch gut ein wenig mehr als die Hälfte des Weges begleiten wird. 

Zu diesem Zeitpunkt bin ich knapp 2 Stunden unterwegs und erreiche im Regen und Gegenwind die holländische Grenze. Ich frage mich, ob ich das mit dem Gegenwind aushalten werde? In meinem Ausdauermodus fahre ich 20 bis 23 km/h mit Gegenwind und Regen. Wenn man alleine fährt, hört man viel in seinen Körper und viele Stellen sagen einem „höre auf“ … „kehre um“ … aber ich habe ein Ziel und trete immer weiter. In Roermond hört der Regen erstmalig für einige Minuten auf. Auf vielen meiner Touren ist Roermond ein Ziel, hier ist es jetzt aber erst der Anfang. Ich kenne die Gegen recht gut von der letzten Hovenring-Tour und trete einfach meine Programm runter Richtung „Weert“ und weiter zu belgischen Grenze. Es ist mittlerweile knapp 9 Uhr. Ich sitze 3 Stunden im Sattel und nach dem Dauerregen der ersten zwei Stunden nieselt es jetzt nur noch überwiegend. Angenehm ist anders, aber es ist wenigstens nicht kalt dabei. 

Der Regen ist eine Sache, der Gegenwind eine ganz andere, der kommt ziemlich straight von vorne und soll mich auch bis Kilometer 158 begleiten. Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern, also einfach weiter treten. Ein Trost: Nach ca. 3 Stunden hört der Regen endlich auf … es nieselt nur noch hin und wieder, aber der Gegenwind bleibt. Ich komme endlich am Kanal in Belgien an. Ich muss unweigerlich an einen Song und Textzeile von Purple Schulz denken: „Sieht den Kanal und träumt vom Meer“… 

Ja, diesen Traum habe ich auch und er soll heute noch wahr werden, also nicht geträumt, schnell einen Apfel gegessen und dann geht es weiter. Knapp 80 Kilometer Kanal sollen vor mir liegen. Am Ende sollen es ein wenig mehr Kilometer sein, denn der Kanal ist immer wieder auf weiten Teilen gesperrt und ich musste vier Umleitungen fahren. Während die Umleitungen 2, 3 und 4 noch recht gut ausgeschildert waren, habe ich mich gleich bei der ersten Umleitung gut verfahren. Beim Versuch nicht zu weit vom Track abzukommen (was eine doofe Idee war), bin ich nach ca. einem Kilometer über einen Sandweg wieder zum gesperrten Kanalteil gekommen. Da dieser trotz der abgetragenen Asphaltdecke besser zu fahren war, als der Sandweg, bin ich dann wieder auf den gesperrten Kanal gewechselt. Das ging aber auch nur ca. ein, zwei Kilometer gut und ich musste wieder runter und dieses Mal einen richtigen Umweg fahren, bis ich dann erst bei SAS4 wieder zum Kanal gekommen bin. 

Alle 20 Kilometer esse ich eine Banane oder Müsli-Riegel, alle 40 Kilometer ein Rührei-Brötchen. Ich hatte bis vor der Tour fest mit einer Mittagspause geplant, bin davon während der Tour aber abgewichen, weil es einfach auch so gut gelaufen ist. Ich hatte genug zu essen und immer wieder, wenn mich der Hunger packte, esse ich einen Müsli-Riegel, eine Banane, einen Apfel oder eben alle 40 Kilometer ein Rührei-Brötchen. Bei SAS6 gönne ich mir zwei Gläser Coca Cola beim nahegelegenen Restaurant und die Dame ist so nett und füllt mir meine Wasserflaschen wieder mit Wasser auf. Also weiter gehts! 

Trotz des Gegenwindes kann ich einen guten Schnitt fahren und als dann bei Kilometer 158 endlich die Sonne durchkommt, steigt die Motivation schlagartig wieder richtig an. Um 14:53 Uhr komme ich bei Schoten am Kanal um die Ecke, da steht da ein „Erste-Hilfe-Wagen“ für Radfahrer. Also da steht ein Eiswagen am Kanal. Es scheint die Sonne, ich höre leise meine 80er Playlist auf dem Rad und jetzt steht da so ein Eiswagen … Glück muss man haben! Ich gönne mir einen Eisbecher mit Vanilleeis, Sahne und viel Kirschsauce mit Kirschen! Gut, der Becher hat 7 Euro gekostet, war aber auch richtig groß und lecker! Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche, um den Becher in Ruhe zu genießen. Am Ende waren es wohl 20 Minuten, aber die haben sich gelohnt und dann ging es weiter. Es müssen jetzt noch ca. 40 Kilometer bis zur Grenze der Niederlande sein und ich muss so langsam vom Kanal durch die „Städte“. 

Und was in Belgien so schön und gemütlich angefangen hat, wurde jetzt zur Tortur! Belgische Radwege (auf dem Stück wo ich gefahren bin) sind so mit das Schlechteste, was ich bisher gesehen habe. Ich habe auch kaum Radfahrer gesehen und für Autofahrer scheinen diese auch nicht wirklich zu existieren. Überholen mit 10 cm Abstand ist dort „normal“. Die nicht einmal einen Meter breiten Radwege verlaufen direkt neben den parkenden Autos. Zwei brenzlige Situationen gerade noch gemeistert und ich habe nur ein Ziel: Ganz schnell raus aus Belgien! Als dann ca. bei Kilometer 184 endlich die Holländische Grenze kommt, habe ich mich dann noch noch einmal „freundlich“ bei den belgischen Autofahrern bedankt. Zur Info, dieser letzte Abschnitt wurde mit den Mittelfingern getippt und „Nein“, das Foto habe ich nicht noch einmal hochgeladen, das gibt es nur bei twitter 😉 

Ok, mehr will ich dazu nicht verlieren. Ich bin wieder in den Niederlanden. Von hier läuft es dann wieder sehr entspannt. Kurz vor der Grenze hat auch endlich der Gegenwind aufgehört und die letzten 60 Kilometer durfte ich dann ohne Gegenwind zurücklegen. Gerade in den Niederlanden hatte ich dann auch einen Sturz. Ich fahre durch eine Stadt und als es aus der Stadt raus geht, übersehe ich auf der rechten Seite den Radstreifen, der parallel zur Straße verläuft. Da er durch eine ca. halben Meter hohe Hecken abgetrennt ist, kann ich nicht einfach rüberziehen. Ich beschließe auf der Straße (keinerlei Autos in Sicht) zu wenden und korrekt auf den Radweg zu wechseln. Ich fahre also auf der rechten Spur einen Bogen auf die Gegenfahrbahn, die 10 Meter zurück und will dann auf den Radweg schwenken. Dabei nehme ich die Kurve zu weit und komme mit dem Vorderreifen auf die Rasenkante neben dem Radweg. Der Vorderreifen quittiert das gleich einmal damit wegzurutschen und ich liege flach. Sofort sind zwei Passanten da die fragen, ob es mir gut geht. Nun, das Knie leicht angeschlagen, aber mir geht es gut. Belgien überlebt und dann in den Niederlanden auf Gras ausrutschen, darf man auch keinen erzählen und Ihr behaltet das für euch, „ok“ … „OK“? 😉 

Um 17:05 erreiche ich Rillend-Bath. Ich habe 194 Kilometer geschafft. Es liegen „nur noch“ 60 Kilometer vor mir. Nach 194 Kilometern, die man hinter sich hat, fühlt sich das fast wie „mal eben um die Ecke“ an, wäre da nicht der Regenschauer, der meinte, er müsste noch einmal alles geben. Ich werfe einen Blick auf das Regenradar und sehe, dass der Schauer gegen 17:40 aufhören soll. Also entscheide ich erst einmal eine pause einzulegen. Dank der „aufgesparten“ Mittagspause habe ich jetzt „genug“ Zeit. Ich esse mein letztes Rührei-Brötchen und die vorletzte Banane. Letztes Jahr musste ich an dieser Stelle in die Bahn steigen und 40 Kilometer an bis Middelburg mit der Bahn fahren. Nein, DIESES JAHR NICHT! Ich sehe den hellen Himmel in der Richtung, wo ich hin muss und beschließe wieder die Regensachen überzuziehen und weiterzufahren. Das war eine gute Idee, denn bereits 13 Minuten später bin ich aus dem Regen raus und die Sonne brennt! Sie brennt so stark, dass ich die Regensachen wieder ausziehen muss. Von jetzt an fühlt sich jede Ecke wie „die letzte“ an. Das ist trügerisch, wenn man noch gut 50 Kilometer zu fahren hat. Aber es ist „schön“ und ich genieße die Umgebung, das Wetter und leise meiner 80er Playlist. 

Um 19:57 Uhr erreiche ich den Bahnhof von Middelburg. Ich mache zwei Fotos und setze mich erst einmal gemütlich vor den Bahnhof. Während alle Geschäfte um und im Bahnhof gerade schließen, gönne ich mir noch eine letzte Pause im Sonnenschein vor dem Bahnhof. Bis zu diesem Zeitpunkt ist – vom Regen, dem Gegenwind, den belgischen Autofahrern und den Sperren am Kanal – eigentlich alles richtig gut gelaufen! Ich kann es noch gar nicht fassen, die 244 Kilometer bis zu diesem Punkt tatsächlich gefahren zu sein. Ich fühle mich super. Meine Beine fühlen sich gut an. Keine Zeichen von muskulärer Überlastung. Nichts, einfach nur zufrieden und ich fühle mich gut! Also auf, ich habe noch 11 Kilometer bis Zoutelande vor mir. 

Ich steige wieder auf mein Rad und fange an zu treten. Doch jetzt langsam ist der „Ofen“ aus. Natürlich kann ich meinen „Dauertritt“ noch fahren, aber mehr ist nicht mehr drin. Ich genieße den Weg nach Zoutelande und fahre zwischen 20 und max. 23 km/h. Plötzlich wird mir klar, dass ich es dieses Jahr wirklich schaffen werde, diese Tour komplett auf dem Rad abzuschließen. Ich fahre der Sonne entgegen und fange fast an zu heulen … so unglaublich, für mich ein sehr emotionaler Moment. Es dauert eine Minute, dann habe ich mich wieder gefangen. 20:45 Uhr … ich erreiche mein Ziel Zoutelande! 

Fahre ich direkt zur Unterkunft? Nein, ich fahre weiter! Mit voll bepacktem Rad will ich zum Meer. Ich komme in die Fußgängerzone am Stand und sehe die gut besuchten Restaurants an der Promenade. Bei einem halte ich an, kann mich kaum auf den Beinen halten, ich bestelle eine „Friet Speciaal“, eine „Frikandel Speciaal“, eine Packung „Chicken Sticks“, eine Flasche Coca Cola und ein Bier. Das Bier gab es leider nicht zum mitnehmen. Also trinke ich das Bier auf „ex“ aus und nehme meine Bestellung mit. Ich packe alles vorsichtig in die Fahrradtasche und schiebe mein Rad zur Treppe zum Strand und diese hinauf. Ich stehe da oben, sehe auf das Meer und kann es kaum glauben. Es ist 20:57 Uhr. Anstatt „euphorisch“ zu werden, es geschafft zu haben, werde ich ganz ruhig. Ich schiebe mein Rad zu einer der Bänke auf dem Damm. Ich nehme mein Essen aus der Tasche, haue noch einmal kräftig rein und genieße mein Essen, während ich den Sonnenuntergang genieße. Nach dem Essen darf dann das „Finisher-Foto“ natürlich nicht fehlen! 

Ich kann es noch immer nicht fassen. Klar, einige fahren diese Distanzen fast jede Woche. Für mich ist es etwas besonderes. Wenn ich bedenke, wo ich vor 8 Jahren angefangen habe. Natürlich bin ich mittlerweile viele Touren jenseits der 100 Kilometer gefahren, aber die 2 stand bisher nur einmal vorne und bei der Tour letztes Jahr habe ich mich noch gut „übernommen“. Dieses Jahr war es anders. Ich war besser im Training und bin – von einem angekratzten Ego wegen des Sturz auf Grund der Graskante abgesehen – ohne Schaden durchgekommen. Körperlich fühle ich mich müde, aber Muskulatur und Knochen ist alles super! 

Kurz vor 22:00 Uhr breche ich Richtung Unterkunft auf und erreiche diese auch nur wenige Minuten später. Elly hat sich nicht verändert. Sie ist so super nett und zuvorkommend wie im letzten Jahr. Sie empfängt mich herzlich. Ich bekomme sofort einen Kaffee und danach gehe ich erst einmal duschen … ich habe es nötig! Wir unterhalten uns danach noch bis kurz vor 23 Uhr. Ich bin müde und will nur noch schlafen… 

Es war eindeutig #MeinlängsterTag !!! 

Von den 19 Stunden, die der Tag für mich lang war, habe ich allein für die Tour 15 Stunden und 2 Minuten von Mönchengladbach bis Zoutelande inkl. Pausen benötigt. Davon wiederum 11 Stunden und 20 Minuten reine Zeit in Bewegung. 3 Stunden im Regen und „nur“ 60 Kilometer ohne Gegenwind. 

Es gab keinen Plan B! 
Wenn ich vom Plan B spreche, dann dann muss man folgendes wissen. Im letzten Jahr habe ich die Route nach Middelburg über Venlo, Eindhoven, Tilburg, Breda, Bergen op Zoom, Rillend-Bath, Middelburg nach Zoutelande geplant. Auf dem kompletten Weg war ich nahe von Großstädten und Bahnlinien. Wäre ich irgendwo liegen geblieben, ich hätte mich nur zum nächsten Radladen schieben oder Bahnhof „schleppen“ müssen und wäre einfach mit der Bahn den Rest gefahren. Es ist immer gut einen Plan B zu haben. Ich habe diesen letztes Jahr – wie erwähnt – ab Rilland-Bath benötigt, weil ich damals einfach körperlich durch war. Von der Fitness und den Muskeln. Also letztes Jahr in die Bahn gestiegen und 40 Kilometer nach Middelburg gefahren. Plan B und alles war gut. 

Dieses Jahr gab es keinen Plan B. Ich habe die Route durch Belgien geplant, abgelegen der Städte entlang am Kanal. Wäre mir auf einem der Teilstücke etwas passiert, ich wäre wohl gestrandet. Ich hätte nicht „mal eben“ … nein, war einfach nicht drin. Ich „musste“ durchfahren. Die erste Chance auf einen Zug nachdem ich aus Roermond raus war, war Rillend-Bath. Dazwischen lagen 150 Kilometer Belgien mit dem Wissen, wenn etwas passiert … oh, hatten wir schon. 

Spoiler: 
Wenn ich mal viel Lust (daran scheitert es meist nicht) und Zeit (ups, also vermutlich nie) habe, werde ich noch vom Rückweg erzählen. Vielleicht vorab nur so viel: Er war nur 125 Kilometer lang, denn die Bahn war für den Rückweg ab Breda fest eingeplant. Auf Grund einer „Routenänderung“ bin ich aber nur bis Bergen op Zoom gekommen und von dort bis Venlo mit dem Zug gefahren. Die Bahnfahrt hat mich inkl. Fahrrad 30 Euro gekostet. 3x umsteigen mit Zeiten von 3 bis 5 Minuten haben alle einwandfrei funktioniert! 

Aber diesen Tipp will ich euch mitgeben: Wer einmal eine Route von Middelburg nach Bergen op Zoom plant und dabei von Komoot von Wermeldinge mit einer Fähre übergesetzt werden soll … diese Fähre gibt es Stand „jetzt“ noch nicht. Erst im nächsten Monat soll diese 2x am Tag fahren. Nun denn, Details, die interessieren ja keinen … 

Die Fotos zur Tour gibt es im Album „Eine Möwe mit Sehnsucht nach Meer“ auf meiner Webseite https://moerkels.de/

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