Ich bin ein #Wahooligan!

wahoo Elemnt Bolt – Foto aufgenommen während dem Strava February Gran Fondo

Relativ klein und nur schwarz/weiß? Ich weiß, viele andere Radcomputer von anderen Herstellern haben ein Fabdisplay und haben dazu einen größeren Bildschirm, also warum habe ich mich ausgerechnet für das wahoo Elemnt Bolt entschieden?

Weil ich das (für mich) beste Gerät am Markt haben wollte!

Jaja, starke Worte und wie kann ich das überhaupt schreiben, wo ich doch gar keine anderen Fahrradcomputer ausprobiert habe? Zugegeben, ich habe mir in der Tat nur viele Testberichte und Test-Videos auf Youtube angesehen und dann am Ende eine Entscheidung getroffen … und diese Entscheidung habe ich nicht bereut!

Hintergrund-Geschichte:
Im letzten Jahr bin ich sehr viele Touren jenseits der 100 Kilometer/Tour gefahren. Für die Navigation nutze ich Komoot auf dem iPhone SE. Es musste dann aber alles wasserdicht eingepackt sein und eine fette Powerbar musste ebenfalls immer dran. Und genau das war es, was ich nicht mehr wollte!

Das Handy hat bei starker Sonneneinstrahlung auch gerne mal überhitzt und immer das Hantieren mit der Powerbar … ne, da musste was besseres her! Das Handy und die Powerbar kann ich jetzt getrost in der Tasche lassen!

Was waren die Gründe das wahoo Elemnt Bolt zu kaufen?
Die Entscheidung ist ja quasi auf dem Papier gefallen. Für mich waren folgende Faktoren wichtig:

Der Formfaktor
Schön klein, aber alles unter Kontrolle! Auf Knopfdruck kann man die „Seiten“ durchschalten. Grundsätzlich braucht man während einer Tour aber nur selten den Druck auf die Tasten, das ist schon gut durchdacht.

Die Akkulaufzeit
Einer der wichtigsten Punkte! Der wahoo Elemnt Bolt soll je nach Einstellung bis zu 17 Stunden durchhalten. Das ist schon ein Brett! Während den letzten 100+ Touren kam ich nach jeweils um die 6 Stunden mit einem halb vollen Akku wieder zurück. Also selbst mit dauerhafter „LED-Anzeige“ oberhalb des Displays, dauerhafter Navigation und Live-Tracking (also Standortweitergabe auf den PC meiner Frau zu Hause). Den Härtetest wird das Gerät Mitte dieses Jahres bestreiten müssen, wenn es wieder an einem Tag von Mönchengladbach bis Zoutelande bei Middelburg geht. 251 Kilometer am Stück … ich bin gespannt!

Sync mit Komoot und Strava
Zu Komoot und Strava werde ich irgendwann noch einmal etwas schreiben. Für mich vereinen beide APPs das beste aus beiden Welten. Mit Komoot plane ich meine Touren und übertrage diese auf das Bolt. Nach dem Beenden der Fahrt wird die aufgezeichnete Route nach Komoot und Strava übertragen. Also ich kann es mir besser echt nicht vorstellen, denn ich habe keine „Arbeit“ damit, die Routen anschließend zu übertragen, das geht automatisch!

Navigation ohne Headset!
Im letzten Jahr hatte ich den ganzen Tag ein Headset im Ohr und „musste“ mir den ganzen Tag die Kommandos auf dem Ohr anhören. Davon ab war es einfach nicht angenehm, den ganzen Tag ein Headset im Ohr haben zu müssen. Das Elemnt Bolt nutzt kurze Hinweistöne zur Navigation und das finde ich richtig gut. Man hört auch sofort, wenn man seine Ausfahrt mal verpasst hat.

Die Kartendarstellung
Auf der Seite der Karte beispielsweise wird mir oben rechts auch noch die aktuell gefahrene Geschwindigkeit angezeigt. Die Karte wird in schwarz/weiß dargestellt und ist detailliert genug, um sich sehr gut orientieren zu können. Je nach Einstellung kann man sie in Fahrtrichtung ausrichten um so die Lage vor einem mit der Karte abgleichen zu können. Hier war ich vor dem Kauf skeptisch, bin jetzt nach zwei Touren mit mehr als 100 Kilometern aber absolut überzeugt.

Kein Touchscreen (!!!) und auch im Regen nutzbar
Und „Ja“, das war für mich wichtig! Ich fahre auch im Winter mit Handschuhen und wollte das Gerät weiter bedienen können. Die Seitenknöpfe sind etwas „fummelig“, aber im gesamten lässt sich der Bolt sehr gut mit den wenigen Knöpfen bedienen, wie ich gehofft hatte! Ach und einen Wasserschutz nach IPX7 hat es auch, kann man also auch bei Regen drauf lassen, ohne sich Sorgen machen zu müssen.

Was gibt es „negatives“ zu berichten?
Rein aus dem Bauchgefühl gibt es meiner Meinung nach nur einen Schwachpunkt, und das ist der „Prozessor“. Gerade bei sehr langen Routen braucht es schon einmal gefühlt eine Minute, bis die Navigationspfeile auf dem Display angezeigt werden, also die Route geladen wurde.

Kann man während der Fahrt bzw. Aufzeichnung eine Route wechseln?
Ja, auch das geht. Ich war zuletzt schon unterwegs und musste die Route nachladen. Habe diese einfach mit der iPhone-App von wahoo auf das Elemnt Bolt übertragen und dann ging es auch schon weiter. Die Aufzeichnung von zuvor blieb also „erhalten“.

Braucht man die wahoo-Companion App?
Leider „Ja“. Aber warum leider, wenn doch alles so toll funktioniert? Nun, es funktioniert eben nur so lange alles, wie eine APP ein Telefon unterstützt und die APP auch „gewartet“ wird. Ohne die APP geht quasi gar nichts, außer dem reinen „Tracking“, denn der Rest (Sync mit Komoot und Strava usw.) geht alles über die APP. Man wird also sehr eingeschränkt sein, sollte diese irgendwann mal nicht mehr funktionieren sollte.

Fazit?
Ich würde ihn jederzeit wieder kaufen und kann ihn uneingeschränkt empfehlen!

So, ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen. Sollte jemand eine konkrete Frage haben, kann er diese gerne in den Kommentaren stellen und ich werde versuchen diese dann auch noch zu beantworten.

0

4 Antworten auf „Ich bin ein #Wahooligan!“

  1. Hallo,
    ich bin über Twitter auf Dich gestoßen und sage erst mal: Vielen Dank für die Auflistung! Ich überlege gerade welcher GPS-Computer es für mich werden soll und schwanke zwischen Bolt und Rox11. Hatte mich etwas auf den Sigma Rox eingeschossen, aber ohne den Wahoo je getestet zu haben.

    Meine Fragen:
    1. Was passiert, wenn man die Route verlässt? Nervt er einen dann für den Rest des Tages mit… „sie haben die Route verlassen!“?
    2. Möchte man die Sensoren haben? Geschwindigkeit, Kadenz, Puls?

    0
    1. Hallo Jan,

      also zu 1.: Ich war bisher nie lange von der Route weg. Aber er hat nur am Anfang, wenn man die Route verlässt 3-5x auf das Verlassen der Route hingewiesen und auch die LEDs blinken dann rot. Danach war Ruhe. Ich war dann aber auch nicht mehr lange von der Route weg und war relativ schnell wieder auf der Route.

      Zu 2.: Ich brauche diese nicht. Mir war die Navigation und Akkulaufzeit wichtig. Aber man kann ja ohne starten und dann nachkaufen, falls man diese haben muss.

      Mit den Rox hatte ich auch geliebäugelt, aber ohne Karten fand ich das irgendwie doof. Karten sollte das Ding schon können … IMO.

      Viele Grüße Stefan

      0
  2. Hallo,
    ich hab da eine Frage…
    Wenn ich eine Tour auf den Bolt lade und losfahre, kommt es manchmal vor, dass mir die Kraft einschießt, ich die geplante Route verlassen und wo anders fahre.
    Der kleine Bolt meckert laufend, dass ich falsch fahre und zeigt mir UNUNTERBROCHEN mit den LEDs an dass ich abbiegen muss.
    Kann ich das irgendwie beenden/abschalten, ohne dass ich meine Tour beende?
    Danke im Voraus!
    Grüße Wolfgang

    0
    1. Hallo Wolfgang,

      entschuldige die späte Antwort, aber dein Kommentar ist mir irgendwie durchgegangen. Ja, das was Du willst ist gar kein Problem und kenne ich selber sehr gut. Plötzlich sieht die Abzweigung besser aus als der geplante Weg und die geplante Route ist obsolet. Dann auf die Seite mit der Karte gehen, unten links auf „Route“ auswählen und dann „Ende“. Es wird nur das Routing, nicht aber die Aufzeichnung beendet.

      Viele Grüße Stefan

      0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.